SCHMERZTHERAPIEZENTRUM
Schmerzklinik
Bad Mergentheim
Fachklinik
zur Behandlung chronischer Schmerzen seit 1983
Schmerzambulanz/Schmerzpraxis
(mit Kassenzulassung)
Schönbornstr.
10, 97980 Bad Mergentheim-Löffelstelzen
Telefon:
Schmerzklinik 07931-5493-44, Schmerzambulanz 07931-5493-51
Fax: (Klinik
und Ambulanz): 079315493-50
E-Mail:
schmerzklinik@schmerzklinik.com
Zervikogene (vertebragene)
Kopfschmerzen
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Der Begriff "zervikogene" sagt aus, daß die Kopfschmerzen vom Hals ausgehen, gemeint ist aber die (Hals-) Wirbelsäule (vertebragene Kopfschmerzen).
Zervikogene
(vertebragene) Kopfschmerzen
sind auf eine Affektion (= Störung, Erkrankung)
der oberen Halswirbelsäule zurückzuführen, dem sog. oberen Halsw irbelsäulensyndrom
(oberes Zerv ikalsyndrom):
Die typischen
Krankheitszeichen sind in der Literatur unterschiedlich dargestellt (Kügelgen
et Hillemacher 1989, Kocher et al. 1980, Dahmen
et al. 1985). Gemeinsames Merkmal sind Schmerzen
im Nack en mit Schmerzausstrahlung nach oben in den
H interkopf, da sich die
Störungen überwiegend auf die Nervenwurzeln des 2. Halswirbels konzentrieren. Die
Schmerzeinstrahlung in den H interkopf, teilweise auch bis zur Stirnregion
ziehend, führt häufig zur Diagnose "zervikogene oder
vertebragene Kopfschmerzen".
Inwieweit die H WS-spezifische "Unkovertebralarthrose"
(= Erkrankung des „Halbgelenks“ zwischen zwei
Wirbelkörpern) über eine Einengung
der Wirbelsäulenschlagader (A. vertebralis) im Foramen intervertebrale
(= Zwischenwirbelloch)
ein zerviko-kephales (= Hals und Kop f betreffendes) Krankheitsbild
verursachen kann, ist noch nicht endgültig geklärt. Ansonsten ist die Ursache
für zervikogene
Kopfschmerzen überwiegend degenerativer (= abnutzungsbedingter)
Natur.
Medikamentöse Behandlung dieser Kopfschmerzen (zervikogene oder
vertebragene):
Akut und subakut können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika (=
Schmerzmittel, die am Ort der
Schmerzentstehung wirken) eingesetzt
werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika
(= Rheumamittel)
(möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®), bei
stärkeren schmerzhaften Muskelverspannungen auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung)
(z.B. Norflex®, Mydocalm®).
Manchmal sind aber die Schmerzzustände
nur mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®)
(= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei zervikogene n Kopfschmerzen
eine
längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Abhängigkeit vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva (= Mittel gegen
Depression, u.a. aber auch bei chronischen zervikogene n Kopfschmerzen hilfreich)
(z.B. Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel
einzusparen.
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
bei zervikogene n Kopfschmerzen:
Bei anhaltenden zervikogene n Kopfschmerzen
sollten
rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame
Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die therapeutische
Lokalanästhesie mit langwirkenden Lokalanästhetika
(= örtliche Betäubungsmittel) (z.B.
Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und Nervenblockaden.
Infiltrative Lokalanästhesie
bei
Kopfschmerzen (zervikogene oder
vertebragene):
Die einfachste diesbezügliche
Therapie besteht in der örtlichen Infiltration der meist verspannten, an die
Wirbelsäule angrenzenden Muskulatur. Je nach segmentaler Ausdehnung reichen ca.
5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% völlig aus. Eine weitere Möglichkeit ist die
gezielte Infiltration von Triggerpunkten
(= kleine Reizzonen hpts. in der Muskulatur)
nach vorheriger Identifizierung derselben.
Periphere temporäre
(= oberflächliche, zeitlich begrenzte)
Nervenblockaden bei
zervikogene n Kopfschmerzen:
Zur Unterbrechung segmentaler Reflexkreise, aber
auch zur Therapie von Schmerzausstrahlungen eignen sich Blockaden
(= Betäubungen)
der korrespondierenden Nervenwurzeln
(= Nervenaustrittstellen neben der Wirbelsäule),
hpts. der C2-Wurzeln und der Nn.
occipitales (= Ne rven
am H interkopf).
Physikalische Therapie bei
zervikogene n Kopfschmerzen:
Auch die Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen.
Die transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator über
Klebeelektroden (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst
behandeln können. Die Elektroden werden paarig neben der oberen Halswirbelsäule
aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße
kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche
Kältetherapie im Nack en. Wir verwenden einen elektrischen
Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Kopfschmerzen (zervikogene) empfinden allerdings
lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Auch kann eine Magnetfeldtherapie
versucht werden.
Die Verordnung von Massagen für den Halswirbelsäulenbereich nicht immer sinnvoll. Häufig brechen
Patienten diese Behandlung ab, weil sie dadurch eher eine Schmerzverstärkung
verspüren. Optimal wirkungsvoll sind Massagen dann, wenn sie unmittelbar im
Anschluß an eine Schmerzbehandlung erfolgen, was allerdings eine enge Abstimmung
zwischen Schmerztherapeut und Masseur voraussetzt.
Nahezu unverzichtbar ist bei zervikogene n Kopfschmerzen
die heilgymnastische Therapie, da meist nur diese geeignet
ist, einen ärztlichen Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu
stabilisieren. Dabei gilt es, die Muskulatur neben der Halswirbelsäule zu
trainieren, da auf Dauer nur eine kräftige/suffiziente Muskulatur eine statische
und dynamische Schwäche des Achsenorgans kompensieren kann.
Besonders bei akuten
Blockierungen hat die manuelle Therapie (Chirotherapie) durchaus gute
Erfolge aufzuweisen.
Bei schmerzhaften degenerativen
(= durch Abnützung hervorgerufenen)
Veränderungen der Wirbelsäule wird auch eine Röntgenbestrahlung empfohlen
(Thomalske 1991).
Andere Therapiemaßnahmen bei diesen
Kopfschmerzen
(vertebragene):
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur zur Behandlung des H WS-Syndroms nicht unerwähnt bleiben.
Wichtig
sind individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von
übermäßigen (Hals-) Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie). Darüber hinaus
ist anzustreben, daß die betroffenen Patienten Übungen zur Lockerung der
Muskulatur erlernen.
Die Verordnung von Hilfsmitteln wie z.B. Schanzsche
Krawatte sollten dem Orthopäden vorbehalten sein.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind bei Kopfschmerzen
(zervikogene) eine sinnvolle
Ergänzung der Gesamtstrategie, da auch sie zu einer muskulären Entspannung
führen, ebenso Biofeedback (=
Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale).
Psychotherapeutische Interventionen
können bei ausgeprägten "psychosomatischen Schmerzen" angezeigt sein, da auch
verdrängte Konflikte muskuläre Verspannungen und Schmerzen verstärken können.
Bestehen zervikogene (vertebragene) Kopfschmerzen längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Welche Vorteile bietet eine
Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?
- Große Erfahrung, in der Klinik werden seit 1983 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
- Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie".
- Optimale ärztliche Betreuung. Durchschnittlich 50 Patienten werden derzeit von 5 (!) Ärzten versorgt, allein 4 davon sind geprüfte Fachärzte.
- Umfassendes Therapieangebot. Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
- Neben den gesetzlichen Krankenkassen und teilweise Rentenversicherungen sowie Berufsgenossenschaften übernehmen auch private Krankenkassen die Behandlungskosten. Beihilfefähig.
Die Kostenübernahme muß zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden, dazu kann der behandelnde Arzt bereitgestellte Vordrucke verwenden (einfach anklicken):
Gesetzliche Krankenkasse Private Krankenkasse Beihilfe
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